Die Definition der AG K.O.B.R.A

Das Konzept in Reinform
Philosophie-Leitlinien-Selbstverständnis
Jugendarbeit ist gesellschaftliche Nachwuchsarbeit und somit gesamtgesellschaftlich zu fördern (d.h. Jugendarbeit ist Förderung der gesamten Gesellschaft).
Nicht Jugendliche haben sich verändert, sondern das Umfeld – in dem sie leben – bringt neue Formen kulturellen Ausdrucks hervor und verlangt veränderte Strategien der Lebensbewältigung.
Wer Spielerpersönlichkeiten auf dem Platz fordert, muss den Nachwuchs fördern, sonst stirbt das Spiel.
K.O.B.R.A. verdeutlicht dies durch die Dokumentation der Konsequenzen von Aktionen im Verbund oder der Arbeit der einzelnen Partner in deren Bezugsfeld vor Ort und stellt fest (ist überzeugt davon):
Prävention ist Standard in der Jugendförderung - Jugendförderung ist Prävention!
Präventive Bemühungen dürfen nicht auf der individuellen Ebene stehen bleiben („Verhaltensprävention“), sondern müssen auch strukturelle Komponenten haben („Verhältnisprävention“).
Die präventive Zielsetzung von K.O.B.R.A. geht konform mit den Empfehlungen der wissenschaftlichen Expertise „Zur Primärprävention des Substanzmißbrauchs“1 Der Expertise liegt die Auswertung von ca. 500 nationalen und internationalen Berichten und Untersuchungen zugrunde. Die Expertise wurde vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegeben und vom Institut für Therapieforschung (IFT) München durchgeführt. Es wurden aus der Vielzahl von existierenden Präventionskonzepten diejenigen ausgesucht, die in der wissenschaftlichen Fachpresse publiziert wurden, und die sowohl theoretisch begründet als auch gründlich evaluiert worden waren.
1 Künzel-Böhmer et al „Expertise zur Suchtprävention des Substanzmißbrauchs“ Band 20 Schriftreihe des Bundesministeriums für Gesundheit 1993
Für K.O.B.R.A sind die Ergebnisse der Expertise keine Überraschung. Die Erkenntnisse deckten sich mit Erfahrungen von vielen durchgeführten Projekten und Maßnahmen. Die Studie ist aber trotzdem für K.O.B.R.A. von großem Wert: erfuhren doch dadurch einzelne und subjektive Erfahrungen eine wissenschaftliche Absicherung auf einer breiten empirischen Grundlage. Das Zusammenwirken der Kooperationspartner ist in Form, Inhalt und Forderung eine zielgerichtete, präventive, Akzeptanz fördernde Jugendarbeit und eine beratende und Kompetenz fördernde Lobbyarbeit.
Ziele-Visionen-Realität
Im Rahmen der Entwicklung und Fortschreibung präventiver Konzepte in der Jugendförderung machen K.O.B.R.A. als Verbund sowie die einzelnen Mitglieder die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung exemplarisch sichtbar.
K.O.B.R.A. stellt die Förderung der Lebenskompetenzen Jugendlicher in den Vordergrund und muss daher, die Räume bereitstellen, welche Jugendliche für wichtige Lebenserfahrungen brauchen und es ihnen ermöglicht, sich positiv zu erleben und darzustellen.
K.O.B.R.A. setzt sich für die Integration jugendspezifischer Themen in anderen Arbeitsfeldern ein, versucht kommunale Entscheidungsträger für die Belange Jugendlicher zu sensibilisieren und bezieht Jugendliche in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit ein.
Die Gewinnung von Sponsoren und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Ziele präventiver Jugendförderung erfordert weiterhin überproportionale, fachfremde und mit dem gemeinen Dilentantismus einhergehende Versuche, sich für die Transplantation von Jugendprojekten fachlich nicht zu prostituieren und so auch nicht der Vergewaltigung durch Verkäufer irdischen Mammons anheim zu fallen.
Organisation-Arrangement-Komposition
K.O.B.R.A. ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von unterschiedlichen Trägern der Jugendhilfe in Darmstadt und arbeitet institutionsübergreifend. Dieser Verbund nutzt die verschiedenen Arbeitsfelder der Mitglieder, um sich konzeptionell zu ergänzen und die Ressourcen der einzelnen Kooperationspartner besser zu nutzen.
K.O.B.R.A. berät, plant, organisiert und koordiniert sich als Plenum. Diese Organisationsform beinhaltet und erfordert ein fachspezifisch eigenständig profiliertes Agieren der einzelnen Kooperationspartner, um eine effektive Vernetzung der Qualifikationen zu erreichen.
Durch diese Arbeitsweise nutzt K.O.B.R.A. die Kompetenzen der einzelnen Mitglieder und verstärkt gleichzeitig das Profil der Kooperationspartner.
Jugendarbeit in Verbänden, Kirche und Sport, offene Jugendarbeit in Einrichtungen kommunaler und freier Träger, Gremienarbeit und Kooperation mit kommunal- und kulturpolitischen Entscheidungsträgern kann aufeinander bezogen und abgestimmt werden
K.O.B.R.A. ist somit fachlich kompetenter Partner der Jugendlichen und der verantwortlichen Gremien.
Arbeitsweisen-Inhalte-Potential
K.O.B.R.A. entwickelt – unabhängig von Auftraggebern („Wir machen was wir wollen“) – Jugendprojekte, führt sie durch und stellt ihre Erfahrungen zur Verfügung.
Durch die Dokumentation exemplarischer Projekte werden die Bedingungen und Kriterien für die Durchführung jugendfördernder Maßnahmen transparent.
Koordination und Festigung der Konzepte in der alltäglichen Jugendarbeit sind Voraussetzung für deren präventive Wirkung.
Zeitgemäße Jugendarbeit nutzt Jugendkultur und jugendliche Lebensformen als Medium und schafft Akzeptanz durch die Präsentation der Projektideen und deren Konsequenzen in Gremien politischer Entscheidungsträger und in der Öffentlichkeit.
In der Gestaltung von Werbeträgern mit und durch jugendspezifische Themen fördert und dokumentiert K.O.B.R.A. den Willen Jugendlicher, sich positiv darzustellen und als die Generation künftiger Entscheidungsträger zu profilieren.
